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Garčal-kôr - Zwischen den Meeren


Die Kôrn-mârchal


Die Bezeichnung Mârchal beschreibt zum einen die Fortpflanzungsart, zum anderen deren Häufigkeit - die bedeutenste Gemeinsamkeit der vielen menschlichen Völker. Kôrn-mârchal sind also "nach der Methodik der Säugetiere häufig/ohne feste Paarungszeit sich fortpflanzende Bewohner des Südreichs".
Als wesentliches äußeres Merkmal fällt sofort die helle Hautfarbe auf, die von hellrosa bis fast weiß reicht. Einige Kôrn sind sehr licht- und sonnenempfindlich, besonders die wenigen mit roten Augen. Weitere Augenfarben reichen von weiß über graue und helle bis zu mittlere Blautönen. Die Haare sind mittelblond bis weiß, gelegentlich auch hell rötlich. In der Regel ist das übrige Körperhaar mäßig ausgeprägt. Da es sich kaum von der Haut abhebt, ist es fast nicht mit dem Auge auszumachen. Bartwuchs kommt nicht vor.
Das Haupthaar wird (aus hygienischen Gründen) eher kurz gehalten. Üblicherweise kämmen die Kôrn ihr Haupthaar hinter die Ohren, der Bereich davor wird freigehalten. Bei Männern gilt ein halbkreisförmiger oder zur Nase hin dreiecks- oder trapezförmiger Schnitt als üblich. Frauen dagegen betonen eine hohe Stirn durch vorne kurz gestutztes Haar. Ein paar Strähnen hängen häufig vor den Ohren hinab. Am Hinterkopf lassen sie ihr Haar oft bis zu den Schulterblättern wachsen, was bei Männern nicht so sehr angesehen ist.

Mit einer Größe von etwa 1,50 bis 1,70 Schritt gehören sie zu den kleineren Vertretern der Menschheit. Sie neigen besonders in den höheren gesellschaftlichen Schichten zur Fettleibigkeit. Viele Kôrn haben große Nasen. Zierliche Stupsnasen sind eine Seltenheit und gelten als schlechtes Zeichen. Besonders in den kleineren Ortschaften gelten Kinder mit dunklerer Hautfarbe als gefährlich - gerade solche mit tlitlatlischen Zügen, da das nördliche Nachbarvolk seit Jahrhunderten gewaltsam sein Reich nach Süden hin ausdehnen möchte. Wer weiß, ob nebem den Äußerem nicht auch das Innere dem der Nachbarn entspricht...

Kleidung und Schmuck
Die Kleidung ist an das kalte Klima angepasst. Im Winter schützt man sich mit einem Stofftuch vor Mund und Nase, dicker Pelzkleidung, Fellhandschuhen und gleichartiger Fußbekleidung, legt um den Hals einen Schal und setzt sich Mützen auf das Haupt. Die typische Kopfbedeckung ist rund und reicht mit zwei Klappen über die Ohren und hinten am Nacken fast bis zum Halsansatz, ist oben aber flach. Bei den Dienern des Adels (Boten und Eintreibern), neuerdings auch bei Stadträten, ist sie zusätzlich mit einem roten oder gelben Band (im Falle der Stadträte) umwickelt, und eine gleichfarbige Schärpe wird einmal quer über den Körper von der Hüfte bis zur Schulter um oder unter die mit vielen Schnallen und Knöpfen versehenen Mäntel gelegt. Manch einer trägt darunter noch demonstrativ ein paar Dolche oder Pfeile.
Die Sommerbekleidung besteht aus leichteren und weiteren Stoffen und ist nicht gefüttert. Mäntel besitzen an den Seiten Einschnitte, um die Beweglichkeit zu erhöhen. Die Länge der Mäntel ist unterschiedlich. Die kurzen dünnen Sommermäntel reichen nur bis zum Knie und sind bis hoch zum Becken geschlitzt, andere reichen fast bis zum Knöchel und sind entlang der Waden geschlitzt. Bei den besseren Exemplaren werden die Einschnitte mit Stoffstreifen des Mantels oder Kordeln verbunden. Halskrägen haben die Stücke nicht.
Röcke und Kleider sind nicht verbreitet, die Frauen tragen selbst Hosen.

Beliebt sind frische Frühlingsfarben: starke Grüntöne, gelb, beige, orange. Herbst- und Winterfarben hingegen erfreuen sich kaum Beliebtheit, sodass rot, braun und grau nur die Farben der einfachen Leute sind (die roten Bänder und Schärpen der Diener zeugen von der "Armeleutefarbe" Rot). Blautöne gelten als Farbe von Erfrierungen, Krankheit und Untoten und sind deshalb so gut wie gar nicht verbreitet.
Die Kleider sind sehr gut und haltbar verarbeitet, weshalb sich die robusten kôrnischen Stoffe auf den Märkten im In- und Ausland durchaus gut verkaufen lassen und kôrnische Schneider in jeder Hafenstadt gern gesehene Leute sind.
Pelze sind das bedeutenste Statussymbol. Entsprechen sie den beliebten Frühlingsfarben, sind sie besonders wertvoll. Der "Armenpelz" hat entsprechenden Charakter. Weiße Pelze werden neuerdings - vor allem in den großen Städten des Nordostens - umgefärbt. Ein mehrmals um den Körper reichendes Fell sorgt durchaus für Aufsehen. An sonstigen Verzierungen ist die Kleidung arm, eingestickte oder aufgenähte Namenszüge des Besitzers am Hals und den Enden von Ärmeln und Hosenbeinen sind öfters zu sehen.
Schmuck ist selten. Kaltes unbelebtes Metall direkt am Körper zu tragen, gilt als Unglücksbringer. Die bereits erwähnten Schutzamulette bestehen aus geschnitzem Holz oder Knochen, selten aus Stein oder gar Edelstein. Sie sind besonders im zentralen Teil häufig. Die Amulettnetze sind den Gurten der Čén, mit denen sie ihre Tragtaschen und -netze befestigen, nachempfunden: ein Seil mit je fünf Amuletten hinten und vorn auf dem Körper, die sich an Schultern, Bauch und den Hüften befinden. Die Variante für einfache Leute besteht nur aus Knoten an diesen Stellen. Ansonsten werden nur noch Knöpfe, Schnallen oder Behältnisse (mit oder ohne die Muster) aus den Hörnern von Wollnashörnern, Kôru-Šíkka oder den Stoßzähnen von Mammuts als Zierde verwendet.

Kôrn-mârchal bei Spielbeginn:
Herkunft, Stand der Eltern (W20):
20 Adel (W6)
6 Königsfamilie 5W10x10 GS, eigenes Reittier, W4-2 Leibdiener
5-4 Stadthalter einer größeren Stadt 5W10x3 GS, eigenes Reittier
3-1 Landadel 2W10 GS, evtl. eigenes Reittier (1-3 auf W10)
19-18   Militär (W8)
8 Hauptmann 2W4x2 GS
6-4 Einfacher Soldat W10x5 BS
3-1 Einfacher Seemann W12x5 BS
17-16 Gelehrte (W4)
4 Angesehener Privatlehrer mit Festanstellung   1W8x2 GS, div. Lehrbücher
3 Heiler 2W6 GS, div. Lehrbücher
2-1 Festangestellter Forscher 2W6 GS, div. Lehrbücher
15-14 Großbürgertum (W8)
8-7 Reiche Händler W10x10 GS, eigenes Landhaus, eigenes Reittier
6-4 Manufakturbesitzer W10x10 GS, eigenes Reittier
3-1 Großgrundbesitzer W10x8 GS, eigenes Reittier
13-8 Gildenmitglied (W4)
4 Sehr bedeutendes Mitglied 2W10 GS, eigenes Reittier bei 1-3 auf W10
3 Wichtiges Mitglied (Buchhalter o.ä.) 2W20x10 BS
2-1 Einfaches Mitglied W10x20 BS
7 Übrige Mittelschicht (W8)
8-7 Händler W10 GS
6-5 Handwerker W10 GS
4-1 Bauern 2W20x3 BS
6-1 Unterschicht (W8)
8-7 Kleine Händler W20x10 BS
6-5 Kleine Handwerker W20x5 BS
4-3 Kleinbauern, Fischer 3W6 BS
2 Gesinde, Tagelöhner o.ä. 3W10 KS
1 Bettler, Streuner, unbekannt W6 KS

Haarfarbe (W20):
1-5weiß
6-12hellblond
13-18mittelblond
19-20hellrot

Augenfarbe (W20):

1-2rot
3-8weißgrau
9-15hellblau
16-18grün
19-20hellbraun
Körpergröße:
150+W20 cm

Gewicht:
Größe -100 +W20kg


Gestaltung der Werte
Hier kann recht frei nach Herkunft und eigenen Vorlieben vorgegangen werden. Die Fähigkeit zum Schwimmen sollte zumindest vorhanden sein, ebenso wie eines der beliebten Taktikspiele bekannt sein sollte.
Abgesehen von möglichst geringer Wollust und Jähzorn können Triebe und Ängste beliebig festgelegt werden. Die Willenskraft sollte einen hohen Wert bekommen.

Waffen
Beliebt im einfachen Volk sind stumpfe Waffen wie Knüppel, Keule, Streitkolben, Kampfstab oder Rabenschnabel. Stichwaffen verdrängen mit zunehmender Qualität in der Oberschicht langsam die dort obligatorischen Schwerter. Die meisten Metallwaffen bestehen aus Eisen. Ein Schild kommt oft noch hinzu.

Der Kôrn-mârchal im Spiel
Abergläubisch, friedlich, eher direkt und alles auf den Punkt bringend (so gut er es vermag), wird sich ein Kôrn-mârchal wohl in der Regel durch Fleiß, wenig Sinn für Muße und reichlich Gehetztheit auszeichnen. Wenn auf Wanderungen eine Pause gemacht wird, soll sie nicht länger als unbedingt nötig ausfallen (Mahlzeit, Stuhlgang, weiter). Herumtrödeln und Zeitverschwendung mag er überhaupt nicht, ebenso wie sinnlose Gewalt. Sollte er mal ins Bordell gehen, wird dies ein sehr kurzer Besuch. Hygiene ist ihm wichtig. So benutzt er nach dem Essen einen Faden, um seine Zähne zu reinigen, und wäscht sich gern und ausgiebig, wenn es die Zeit zulässt.

Selbst der Schwächste unter den Kôrn-mârchal wird nie aufhören, ums Überleben zu kämpfen, und weitermachen bis im Ernstfall die Knochen brechen und ihm das Fleisch von den Knochen fällt.
Vor großen Entscheidungen überlegt er sich gründlich seine Position. Gern überlässt er die Entscheidung anderen. Nur wenige Kôrn-mârchal sind geborene Anführer.
Im Gegensatz zu Folgsamkeit gelten Selbstbestimmung und Freiheit als höchste Ideale, wofür zur Not auch mal Gewalt eingesetzt wird. Auch Gerechtigkeit ist höchst angesehen.
Mitglieder der Adelsschicht weichen in ihrem Verhalten davon etwas ab. Sie sind weniger gewaltablehnend (zumindest so sie nicht selbst darunter leiden und jemand anders die Drecksarbeit übernimmt), oft arrogant und teilweise sehr egoistisch.

Typische Zitate
"Was trödelt ihr so lang herum? Los, wenn wir uns sputen, schaffen wir es noch!"
"Je eher wir ankommen, desto schneller können wir weiter."
"Ewig finstre Winternacht, verbirgst vor uns den Schrecken und das Ende aller Tage. Dir ergeben wir uns dennoch nie!"
(Sinnspruch)
Vor einer Wegkreuzung: "Der Linke Weg führt in die Berge. Nach dem Unwetter hat es vielleicht einen Erdrutsch gegeben, oder der Weg ist rutschig und führt in tödliche Tiefen. Der Rechte schlängelt sich anscheinend am Fluss entlang. Aber wenn es nun Hochwasser gibt..."
Ein Adliger zu einem Kutscher: "Was haltet ihr denn mitten in einer Pfütze! Wollt mir meinen wertvollen Pelz ruinieren?"

Typische Namen
männlich:
Adšiž, Agočín, Anočín, Àsôw, Bizí, Chul (veraltet), Čîsna, Ešužge, Geš, Jzá, Jzé, Očades, Orda, Sach, Sálčen, Sálž, Sélz, Šigzal, Šrigol, Tovja, Šûrgol, Valâr, Vjaš, Vjel, Židar, Židor, Žíšíjêf, Žono
  weiblich:
Acad, Aced, Ančin, Argin, Asčin, Čiskên, Čîsni, Čon, Côn, Îlž, Kadjéd, Lieb, Liebč, Marêv, Marîv, Merêv, Merîv, Mirš, Orgôv, Ošišže, Šâbiù, Šáli, Scâzêjâ, Šil, Šilkên, Uìbé, Ûšibù, Uìvé, Váli, Virš, Ži

(dr)

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