Lubiana
9.500 Einwohner
Tempel: Annar, Bereges, Cewein, Inanna, Nenir, Nolah, Raleg
Lubiana liegt nördlich von Zyradow am Fuße des Angvanigebirges. Über diese
Stadt und dessen Umland herrscht die Familie Surik. Der Besucher Lubianas
wird sich inmitten von lauter Dampf, Qualm und Gehämmer wiederfinden. Lubiana
ist der Hauptstandort der hargunischen Rüstungsindustrie.
Das Metall aus den Bergen wird hier hauptsächlich zu Rüstungen, Lanzen,
Schwertern und anderen Waffen aus Bronze und Stahl verarbeitet. Waffen sind
infolgedessen in Lubiana besonders günstig zu bekommen. In dieser Stadt der
Waffen werden You-tang natürlich besonders argwöhnisch betrachtet – falls
sie überhaupt hereingelassen werden.
Lubiana ist weiterhin, durch die Unterstützung der Surik-Familie eine bedeutende
Forschungsstadt. In der Alchimistischen Akademie wird verzweifelt nach dem
schwarzen Pulver gesucht, das angeblich schon von den You-tang entwickelt
wurde und die Forscher der Akademie der Mechanik entwickeln erstaunliche
monströse Maschinen aus Metall, deren Sinn der gemeinen Bevölkerung aber
eher im Verborgenen bleibt, sie im Gegenteil viel mehr ängstigt.
Außerdem befinden sich in Lubiana die bedeutenden Tempel des Nolah und des Raleg.
Wapno
7.100 Einwohner
Tempel: Annar, Ganian, Kelvarod, Narbele, Nenir, Olvare
Wapno liegt nördlich von Lubiana. Die Herrschaft über Wapno liegt in den
Händen der adligen Familie Taren. Um die Stadt herum befinden sich im Süden
und Westen weite Äcker, auf denen vorwiegend Kohl und Rüben angebaut werden.
Der Osten und Norden des Umlandes wird von weiten Steppen eingenommen.
Schon von weitem riecht der Wanderer den einzigartigen Wapno-Duft. Er entstammt
den Viehställen und Schlachthöfen dieser sonst recht langweiligen Stadt. Auf
der weit ausgedehnten Steppe wird das Vieh gemästet, um dann zu den Schlachthöfen
geführt zu werden. Mit dem Fleisch wird das gesamte Land versorgt und in Krisenzeiten
verlangen die Händler schon mal Wucherpreise für ein Stück Fleisch.
Dieses doch recht einträchtige Geschäft ist wohl der Hauptgrund für einige
Händler, in dieser stinkenden Stadt zu bleiben.
Die Wapnoer sind erfolgreiche Viehzüchter. Weit über die Grenzen Harguns
hinaus bekannt sind das Wapnoer Rind oder das Wapnoer Kodlu, beides Exemplarer
von außerordentlicher Größe und Kraft.
Kieke
1.800 Einwohner
Tempel: Ganian, Inanna, Narbele, Olokane
Kieke ist ein verschlafenes Kaff am Westhang des Angvanigebirges ohne irgendwelche
nennenswerten Besonderheiten. Über diese Stadt herrscht mehr oder weniger
streng die Familie Edro. Die Kiekener sind hauptsächlich Bauern, denen ein
geruhsames Leben das wichtigste ist. Die schon sprichwörtliche Geruhsamkeit
der Kiekener bietet überall im Land Stoff für Witze und Sticheleien.
Opplen
4.600 Einwohner
Tempel: Annar, Cewein, Narbele, Nenir, Normiah
Opplen ist der Hauptort des Cewein-Kultes. Herrscher über diese Stadt ist
die Militärdynastie der Dial. In der familieneigenen Kampfakademie werden
die besten Schwertkämpfer und Strategen des Landes ausgebildet.
Durch die Prägung des Cewein-Kultes haben die Opplener schon fast beklanische
Charakterzüge entwickelt.
Die Priester des örtlichen Ceweintempels sitzen auf ihren gehorteten Schätzen,
die sie gegen alles Fremde argwöhnisch verteidigen. Einmal im Jahr jedoch finden
ausgelassene Orgien zu Ehren Ceweins, des Gottes des Kampfes, des Mutes und
der Männlichkeit statt. Die Mönche warten außerdem auf den Propheten Ceweins,
der endlich einmal wieder Ordnung in diese verlotterte Welt bringen und die
Menschenreiche zu einstigem Ruhm und Glanz führen wird...
Piorki
ca. 5.000 Einwohner
(Eine genaue Angabe der Bevölkerungzahl ist nicht möglich.
Die Dokumente der vor 3 Jahren durchgeführten Volkszählung wurden gestohlen.)
Tempel: Gorath, Inanna, Narbele, Normiah
Piorki liegt am Westhang des Angvanigebirges südlich von Plock. Von dem Ruf
dieser Stadt zeugen die weithin sichtbaren Hinweisschilder, die von der
hargunischen Regierung entlang der Straße aufgestellt wurden:
Wandrer, kommst Du nach Piorki,
so halth alles, was Du besitzest feßte bey Dir,
oder Du wirst es nie wieder seh’n!
Kostenlose Warnung der Hargunischen Regierung
Allen Versuchen der hargunischen Regierung zum Trotz hält allen
Bemühungen der hargunischen Regierung zum Trotz hält sich diese Stadt
und mit ihr auch das Verbrechen, was bestimmt daran liegt, daß die
einflußreiche Familie Thiw, die über diese Stadt gebietet und als
Oberhaupt der örtlichen Mafia agiert, sich nicht ihre einträglichste
Einnahmequelle entgehen lassen will und deshalb alle Angriffsversuche
des Staates erfolgreich zu boykottieren verstanden hat.
In der Tat ist Piorki nicht so schlimm wie sein Ruf. Der Abgeordnete
Surik Metran nannte Piorki kürzlich in einer Rede vor dem Thahan „das
Angos des Nordens”, was natürlich eine maßlose Übertreibung ist und dem
Angoskenner die Lachtränen in die Augen schießen läßt. So soll es doch
schon tatsächlich mehrfach vorgekommen sein, daß ein Durchreisender
Piorki ohne beklaut worden zu sein wieder verlassen hat!
Dem Wanderer sei trotzdem lieber geraten, Piorki auf dem größtmöglichen
Umweg zu umgehen, um nicht den vereinzelten Räuberbanden, deren
Kampfmoral aber nicht sehr hoch ist, in die Hände zu fallen.
Plock
3.100 Einwohner
Tempel: Cewein, Ganian, Inanna, Narbele, Normiah
Plock liegt nördlich von Piorki inmitten eines ausgedehnten Ackerbaugebietes
und wäre ein unwichtiges Nest, wüchse nicht hier die Naudielblume.
Ihr Duft hat eine betörende Wirkung auf Frauen und ihr Parfum ist deshalb bei
Männern sehr beliebt und begehrt, was der Bevölkerung Plocks natürlich übermäßigen
Reichtum beschert. Aufgrund des Reichstums ist die herrschende Familie Tern in
der Lage, die Stadt mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten auszustatten.
Die Stadtmauern sind massiv, Straßen und Häuser sehen sauber aus, fast jedes
Haus hat eine kunstvoll verzierte Fassade und Plock ist neben Klodawa die
einzige Stadt Harguns mit Abwassersystem.
Die Stadt liegt allerdings sehr ungünstig, sie wird durch Piorki von den
großen Städten Harguns abgeschnitten. Auch müssen die Naudieltransporte
vor Angriffen der Piorkiner geschützt werden. Deshalb besteht die
Bevölkerung zu einem Drittel aus Soldaten. Um Piorki zu umgehen, ist
bereits mit Bauarbeiten begonnen worden, um eine Direktverbindung Plock-Wapno
über die Berge herzustellen.
Pabia-Nice
3.200 Einwohner
Tempel: Ganian, Inanna, Narbele
Pabia-Nice ist die nördlichste größere Stadt Harguns. Hier herrscht die Familie
Caer. Pabia-Nice ist eine relativ arme Stadt. Die Pabia-Nicener leben von Viehzucht
und Ackerbau in der - die meiste Zeit des Jahres trockenen - Umgebung der Stadt
und fristen so ein kärgliches Dasein. In Pabia-Nice sind sämtliche zum Verkauf
angebotenen Waren von schlechter Qualität und die wenigen guten Waren sind
unverschämt überteuert.
Im Norden der Stadt erstreckt sich das „Feld der schwarzen Steine” meilenweit in
die Landschaft.
(me)