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Kettenhemd |
Das Kettenhemd besteht aus tausenden ineinander verschränkten kleinen Metallringen, die eine Art Gewebe bilden. Es ist in der Regel ein etwa knielanges Schlupfhemd mit halben oder ganzem Arm und manchmal mit integrierten Kapuze. Lange Kettenhemden sind vorn und hinten geschlitzt, damit es den Trägern eines Kettenhemdes noch möglich ist, auf ein Reittier zu steigen. Die dabei entstandenen seitlichen Lappen werden um die Schenkel festgezurrt. Hierzu werden dünne Lederbänder durch das Kettengeflecht gefädelt und an der Innenseite der Oberschenkel oder auch in der Kniebeuge zusammengebunden.
Allein getragen ist es eine Rüstung für Fußsoldaten, an der Schwertstreiche hervorragend abgleiten, solange sie nicht direkt frontal auftreffen. So gibt es keine Schnittwunden, jedoch stattdessen immer noch einen ganzen Haufen Prellungen, Quetschungen, Blutergüsse und gar Knochenbrüche. Das Kettenhemd bietet aber kaum Schutz vor Stichen oder Treffern durch Pfeile und Bolzen. Da das Kettenhemd nachgibt, schützt es so gut wie überhaupt nicht vor wuchtigen Hieben stumpfer Waffen, allerdings haben solche Treffer auch keinerlei schwächende Auswirkung auf den BF der Rüstung. Um den Schutz gegen wuchtige Hiebe zu erhöhen und um ein Scheuern und Drücken sowie die Wärme des sonnenerhitzten Matalls auf der Haut zu vermeiden, empfiehlt es sich, unter dem Kettenhemd einen wattierten Waffenrock zu tragen und eine vor der Sonneneinstrahlung schützende Schicht Stoffes darüber. Oft handelt es sich dabei um einen Wappenrock, der die Farben des Kämpfers oder seines Herrn zeigt.
Trotz seines beträchtlichen Gewichtes schränkt es die Bewegungsfreiheit kaum ein. Nach einigen Stunden lastet das Gewicht eines Kettenhemdes jedoch unangenehm, nach spätestens 10 Stunden sogar schmerzhaft auf den Schultern. Es ist absolut nicht zu empfehlen, ein Kettenhemd tagelang tragen zu wollen. Erfahrene Krieger führen gewöhnlich eine zweite, leichtere Rüstung (Lederpanzer oder Nietenhaut) mit sich.
Durch das aufwendige und langwierige Herstellungsverfahren, bei dem all diese Ringe einzeln gedreht, verknüpft und verschlossen werden müssen, sind Kettenhemden absolute Statussymbole: Ein einfaches Kettenhemd ist so viel wert wie vier Kühe, für ein besser ausgeführtes vernietetes und feinmaschigeres Kettenhemd zahlt man schon eine ganze Rinderherde von etwa 40 Tieren!
Die Kettenglieder beginnen schnell zu rosten, wenn sie nicht regelmäßig geölt und mit der Drahtbürste poliert werden oder das Kettenhemd zumindest hin und wieder in grobem Sand „gewaschen“ wird. Mit rostigen Gliedern büßt es etwas an Beweglichkeit ein, ganz zu schweigen von dem Gequietsche und Gerassel bei jeder Bewegung.
(me)
Kettenhemd, kurzarm |
RS:
(Schlag/Schnitt/Stich) |
linkes Bein: 2/4/1 |
rechtes Bein: 2/4/1 |
Kampfarm: 2/4/1 |
Arm: 2/4/1 |
Rumpf: 4/8/2 |
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zus. BE: | 4 |
BF: | 6 |
Gewicht: | 400 |
Preis: | 40 GS |
Kettenhemd, halbarm |
RS:
(Schlag/Schnitt/Stich) |
linkes Bein: 2/4/1 |
rechtes Bein: 2/4/1 |
Kampfarm: 3/5/1 |
Arm: 3/5/1 |
Rumpf: 4/8/2 |
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zus. BE: | 4 |
BF: | 6 |
Gewicht: | 430 |
Preis: | 42 GS |
Kettenhemd, langarm |
RS:
(Schlag/Schnitt/Stich) |
linkes Bein: 2/4/1 |
rechtes Bein: 2/4/1 |
Kampfarm: 4/6/2 |
Arm: 4/6/2 |
Rumpf: 4/8/2 |
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zus. BE: | 4 |
BF: | 6 |
Gewicht: | 480 |
Preis: | 45 GS |
Sonderregel Kettenhemden: TP stumpfer Schläge haben keinen Einfluss auf die Veränderung des BF. |
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